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Wien 2009

26 April, 2009

Am Donnerstag vor den Ferien habe ich noch mit leicht depressiver Stimmung einen Blogeintrag aus dem letzten Jahr

über das Osterturnier in Wien gelesen und dachte traurig daran das ich 2009 nicht dabei sein sollte…

Bis, ja, bis am selben Tag um 22:36Uhr mein Handy geklingelt hat!
Bäm! Da war er, einer der besten Anrufe meines Lebens (okay okay, leicht übertrieben, aber Top 20 auf jeden Fall!)

„Hast du Lust mit nach Wien zu fahren?“

Was für eine Frage! Und ob ich wollte, ich wäre sogar gelaufen wenn es hätte sein müssen!
Die Aussicht auf eine Woche Wien mit der mu14, Franzi und Basketball war einfach zu verlockend um überhaupt drüber

nachzudenken ob es überhaupt etwas geben könnte was mich hätte davon abhalten können!

SO stand ich dann also am Montag, den 6.April mit gepackten Koffern am Straßenrand und hab darauf gewartet das mein

„Taxi“ mich einsammelt, was dann auch 5 Minuten nach der vereinbarten Zeit geschah. Dann ging es erst einmal in

Richtung Berlin Hauptbahnhof wo das Team auch schon auf uns wartete. Alle fuhren mit dem Zug, nur ich machte wieder

mal eine Ausnahme und wurde im Auto mit nach Wien genommen. Nach einer entspannten und unterhaltsamen Fahrt kamen

wir lange vor dem Team an und inspizierten schon mal die Unterbringung in der Astgasse 3. Als die Truppe dann

eintraf hat Chefbetreuerin Franzi mich auch erstmal ins kalte Wasser geworfen weil sie in die Stadthalle musste um

uns anzumelden, meine Aufgabe war also mit den Jungs essen zu gehen, alleine, ohne Unterstützung. Ein Alptraum! War

zumindest meine erste Befürchtung, die dann aber nicht erfüllt wurde. Die Jungs waren alle cool drauf und ich fing

an die Namen zu lernen. Nach kurzer Suche fanden wir eine Pizzeria mit sehr angenehmen Preisen und nicht allzu weit

der Unterkunft. Nach einem klärenden Gespräch mit dem Kellner bekamen wir 14 Leute sogar noch Plätze. Im Restaurant

war’s dann ein wenig laut, aber alles in Grenzen. Aufs Essen mussten wir aufgrund der Größe der Bestellung ein

wenig warten. Dafür waren die Pizzen dann aber auch riesig und wirklich sehr gut. Auf dem Rückweg konnte ich

immerhin schon mehr Namen als auf dem Hinweg.

Wieder zurück am Goethe-Gymnasium gab’s die nächste Überraschung! Der Raum war noch nicht offen, weil Franzi noch

nicht wieder da war, also hieß es warten. Eine Beschäftigung war dank des Basketballplatzes im Hinterhof der Schule

schnell gefunden und es dauerte dann auch nicht mehr all zulange bis Franzi da war und wir in den Klassenraum 1F

konnten. Kaum im Raum ging auch schon das Chaos los, jeder bezog seinen Schlafplatz, jeder wollte irgendwo liegen

wo meistens schon jemand lag. Zum Glück hat mir niemand meinen Platz streitig gemacht und das Gesuche war dann doch

relativ schnell beendet. Nach einer kurzen Einweisung ins Turnier, die Regeln und die Räumlichkeiten von Franzi für

das Team hing dann jeder mehr oder weniger seinen eigenen Gedanken nach bevor dann die ersten duschen gingen. Das

hieß aber noch lange nicht das die Nachtruhe die um 23Uhr begann eingehalten wurde, die Lichter gingen erst um

23:30 aus, bevor dann endlich Ruhe einkehrte war es kurz nach Mitternacht.

Nach einer harten und meiner Meinung nach viel zu kurzen Nacht begann auch am Dienstag der erste Spieltag. Mir tat

der Rücken weh, mir taten die Arme und Hände weh, mir taten die Knie weh. Eigentlich tat mir so ziemlich alles weh,

aber ich bin immerhin nicht mit Kopfschmerzen aufgewacht. Dafür aber mit einem Schreck, weil Mick über die

Betreuerschlafsäcke gebeugt stand um zu Fragen ob er zocken gehen könne. Sobald das „Ja, kannst du“ aus Franzis

Mund war, war Mick mit 5 anderen verschwunden. Nach einer kurzen Phase der Orientierung bin ich dann hinterher. War

eventuell nicht die klügste Entscheidung meines Lebens, ich habe festgestellt das ich früh morgens um 7 nach einer

eher schlaflosen Nacht vor meinem ersten Kaffee des Tages nicht unbedingt den goldenen Wurf habe.Aber ich hab mich

glaub ich trotz Müdigkeit ziemlich gut geschlagen. Gegen 8 waren dann alle munter und geduscht (zumindest ich) und

es ging zum ersten Frühstück des Turniers. Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich das Frühstück nicht im geringsten

verändert, es gab immer noch die selben Brötchen, immer noch das selbe Zeugs zum drauf schmieren und der Kakao sah

auch so aus wie 2008. Aber der Kaffee war gut! Zum Glück, wäre sonst eine eher harte Woche geworden. Die Jungs

haben sich dann auch relativ schnell wieder mit anderen Dingen beschäftigt. Also sind zocken gegangen. Allerdings

konnten sie das nicht allzu lange, da Franzi Mittagsruhe angeordnet hatte. Und danach gabs dann die Teambesprechung

für das erste Spiel. Um 15:30 ging es gegen Moreno aus Italien. Mein Gott ist es schlimm ein Basketballspiel zu

beobachten ohne mit zu spielen! Ich wäre am liebsten aufs Feld gerannt und hätte mit gezockt. Ich muss auch sagen

das es toll war mit den ganzen verschiedenen Coaches zu chillen. War mal was anderes, ungewohntes. Am Ende stand es

82:65 für die Berliner. Das zweite Spiel des Tages stand dann um 18 Uhr auf dem Plan, Tirana war der nächste

Gegner. Nach einem 14:0 Lauf zu beginn fiel die Halbzeitführung entsprechend hoch aus, mit 36:6 ging es in die

Pause. Die Basketlein fingen dann allerdings an „ihre Nasen so hoch zu tragen das sie denn Ball nicht mehr sehen

konnten“. Das schlug sich natürlich auch im Ergebnis wieder,Tirana kam ran, sogar bedenklich, nur jämmerliche 7

Punkte gelangen den Baskets in der gesamten 2. Hälfte. Am Ende war der 2. Sieg drin, mit 43:34 trennten sich die

beiden Teams. Dann gabs erstmal ein Donnerwetter vom Coach für die arrogante Spielweise und die Jungs wurden unter

die Dusche geschickt, dann hatten sie ein bisschen Freizeit bevor es essen ging. Wieder ins San Stefano, unser

Standard-Restaurant. Wenigstens war ich diesmal nicht auf mich alleine gestellt, diesmal war Franzi dabei.
Nach einem üppigen Mahl ging es wieder zurück in die Unterbringung. Und auch am Dienstag wurde es wieder spät.

Mittwoch waren die Spiele dann etwas früher, also auch das Frühstück war früher. Deswegen diesmal auch 2 Tassen

Kaffee. Um 10:30 ging es gegen Vilsbiburg aus Bayern. Nach einem recht ereignislosen Spiel wurde auch diese Partie

mit 70:49 gewonnen. Um 13Uhr gab es dann das letzte Gruppenspiel gegen Klatovy aus Tcheschien. Vor dem Spiel ein

Angstgegner. Da wir zur Halbzeit knapp hinten lagen waren die Befürchtungen die wir hatten wohl nicht unberechtigt.

Zum Glück haben die Jungs in der 2. Halbzeit dann aufgedreht und das Ding doch noch recht deutlich nach Hause

gebracht. Mit 57:31 war es sogar unser höchster Sieg der Vorrunde.
Nach dem Spiel gabs eine kurze Pause für alle, dann gings los! Zum ersten und einzigen mal gabs das Essen nicht bei

unserem Stammitaliener, sondern bei McDonalds. Um zu dem zu kommen mussten wir allerdings ein gutes Stück laufen.

Aber wenn zu MiCidis geht ist man ja auch motiviert. Nach dem opulenten Mahl gings zum ersten Mal in die Wiener

Stadthalle, zum Allstar-Game der österreichischen Basketballbundesliga. Mit Three-Point-Shootout und Slam-Dunk-

Contest versteht sich. Aber erstmal hatte jeder Zeit sich um zugucken, Franzi und ich haben die Zeit genutzt, um

die Team-Reiseapotheke mit Magnesium und Blasenpflaster zu verstärken. Dann gings in Halle D. Viel zu früh, denn

nach der Vorrunde des Dunk-Contests war eine Stunde lang gar nichts los. Das Spiel war unterhaltsam, da beide Teams

nichts von Verteidigung hielten, was der Endstand von 149:143 auch ziemlich deutlich ausdrückt. Wieder in der

Unterkunft dauerte es dann sehr lange bis wirklich endlich Ruhe einkehrte. Was am nächsten Tag auch einen Straflauf

nach sich zog.

Der Donnerstag begann, wie gesagt mit einem Straflauf nach dem Frühstück. Für jede Minute die es abends zu laut

war, musste das gesamte Team eine Minute auf dem Platz laufen, macht 14Minuten Frühsport. Dann gabs Kultur zu

genießen… Es ging in die wiener Innenstadt um den Stephansdom zu bewundern. Natürlich gabs auch wieder Freizeit

die viel der Jungs nutzen um einkaufen zu gehen. Franzi, Marc, Nico, Arnd und ich machten uns auf den Weg zum

Hundertwasserhaus. Ein sehr interessantes, sehr schönes und fröhliches Gebäude. Nach dem wir eine neue

Speicherkarte für die Kamera geholt hatten gings zurück zum Stephansdom. Auf der Fahrt mit der U-Bahn hat es Franzi

dann noch ins österreichische Staatsfernsehen geschafft. Nach dem Mittagsessen fing dann die Vorbereitung für das

erste Zwischenrundenspiel an. Es wurde ein Horrorspiel, ungefähr 30Leute mit Gasfanfaren unterstützten den USC Hall

lautstärkst. Gebracht hats nichts, auch dieser Gegner wurde mit 53:zu 40 nieder gekämpft. Die nächste Zwischenrunde

war erreicht!

Am Freitag ging es hoch motiviert und eine Chance witternd gegen Göttingen. DOch wir mussten ziemlich schnell

einsehen das der spätere Turniersieger zu stark war, mit 28:57 verloren wir, doch immerhin haben wir es unter die

Top12 geschafft!
Nach der finalen Turnieransprache ging es in die Wiener Stadthall zum schwimmen. Während die Jungs ihre

Sprungkünste unter Beweis stellten bin ich ein paar Bahnen geschwommen. Es dauerte nicht lange bis die Jungs das

„Spaß“-Becken gefunden hatten. Ideal um andere unter Wasser zu drücken. Ich bin glaub ich nur an Lennart

gescheitert… DAnn, nach einer kurzen Pause fühlte ich mich fit genug um Franzi zum Wettschwimmen heraus

zufordern.
Nach dem ich den Startsprung aus Angst meine Badehose zu verlieren vergeigt hatte lag sie erstmal vorn. Zum Glück

hatte ich nicht gehört das gesagt war hin Brust, zurück Rückwärtskraul. SO hab ichs dann geschafft zur Wende mit

einer Körperlnänge vorne zu liegen und die hab ich auch nicht mehr hergegeben. Die meisten der Jungs fands

„souverän“. Erschöpft und müde gabs zum letzten Mal Essen im San Stefano. Wieder in der Unterkunft wurde der Wunsch

laut, eine Halle zu mieten um ein Team internes Freundschaftspiel zu veranstalten. Nach kurzer Uneinigkeit wurde es

ein lustig, lockeres Spiel. Nach dem Kofferpacken ging es schließlich in die letze Nachtruhe in der Schule.
Nach einem letzten Frühstück in Wien ging es für mich mit dem Auto wieder Richtung Dresden wo ich wieder Ostern

feiern wollte.
Am Sonnabend, dem 11.4. endete auf dem Rastplatz Noethnitzgrund bei Dresden mein Osterturnier Wien 2009.

Ich bedanke mich für eine tolle, lustige, unterhaltsame, anstrengende, lehrreiche und erinnerungswürdige Woche bei:

Arndt, Gregor, Fabian, Kaan, Lennart, Lucas, Marc, Marvin, Mick, Nico, Tim, Tom, Steven und natürlich auch bei

Coach Franzi für das Vertrauen in mich, mich als Betreuer mitzunehmen.

Ein Kommentar

  1. Ich frage mich ehrlich, warum da so viele hässliche Absätze drin sind, kannst Du denn keinen zusammenhängenden Text schreiben ohne nach jeder zweiten Zeile Enter zu drücken? :D



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